Aktuell
I. Quartal 2010
Manager Studie: Positive Zusammenhänge zwischen ‚Affective Well Being‘
und ‚Task Performance‘
Die Studie von Hosie, Sevastos und Cooper (2006, Curtin University of Technology, Perth, Australia) kommt zu dem eindringlichen Ergebnis: Manager, die sich besser fühlen (affective well-being) zeigen einen besseren Output, was ihre Management-Leistung (task performance) betrifft.
Auf folgenden Dimensionen Ihrer Management-Leistung (task performance) zeigen sich deutliche, positive Zusammenhänge zwischen Management-Leistung auf der einen Seite und persönlichem Wohlbefinden auf der anderen Seite:
- Monitor (Steuern und Überwachen durch den Manager),
- Influence (Überzeugen, Beeinflussen, Gewinnen anderer)
- Delegate (Delegieren, Übertragung von Verantwortung, Delegieren entsprechend der Passung von Aufgabenschwierigkeit und Leistungsvermögen der Mitarbeiter).
Studie:
Happy-Performing Managers: The Impact of Affective Wellbeing And Intrinsic Job Satisfaction in the Workplace
Peter Hosie, Peter P. Sevastos, Cary L. Cooper
(2006),
Curtin University of Technology, Perth, Australia
III. Quartal 2009
PLI
Positive Leadership Initiative

The Art of Living and Performing
Leichter Leisten - Gelassen Leben - Tiefer Atmen
Was ist PLI?
Neueste Erkenntnisse der Neurowissenschaften, kognitiven Psychologie, der Führungsforschung, der Stressforschung, der Sportwissenschaften und der positiven Psychologie eröffnen Tore zu neuen Möglichkeiten, um ein erfülltes Leben mit Leistung und Freude zu gestalten. Im PLI sind die Erkenntnisse dieser Forschung zu einer integrierten Strategie gebündelt. Ein ganzes Arsenal von Techniken und Gestaltungsmöglichkeiten fügt sich zusammen zu einem umfangreichen Werkzeugkasten. Ein Werkzeugkasten, der es jedem von uns ermöglicht, leichter zu leisten und gelassener zu leben. Und damit zu einem Happy Performer zu werden.
PLI bildet eine Strategie, die es, zunächst unabhängig von speziellen Führungswerkzeugen, erlaubt, Führungs- und Managementaufgaben mit größerer Energie und mehr Gelassenheit zu bewältigen.
Erreicht wird dies durch gezielte Umgestaltungen eigener Denk- und Verhaltensweisen, die zunächst auf das innere Erleben und Gestalten der Verantwortungsträger günstige Effekte haben. Sich anschließend jedoch sehr positiv auf die Führungsarbeit und somit auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter auswirkt.
Das Vorgehen ist ein schrittweiser, dosierter Prozess von Vermittlung von Kenntnissen aus den oben genannten Wissenschaften, daraus abgeleiteten persönlichen Experimenten mit bestimmten Techniken und schließlich die gezielte Umsetzung in den Führungsalltag.
II. Quartal 2009
HPR
Happy Performer Repertoire
The Art of Living and Performing
Leichter Leisten - Gelassen Leben - Tiefer Atmen
von Herbert Bittorf
Was ist HPR?
Neueste Erkenntnisse der Neurowissenschaften, kognitiven Psychologie, der Stressforschung, der Sportwissenschaften und der positiven Psychologie eröffnen Tore zu neuen Möglichkeiten, um ein erfülltes Leben mit Leistung und Freude zu gestalten.
Im HPR sind die Erkenntnisse dieser Forschung zu einer integrierten Strategie gebündelt. Ein ganzes Arsenal von Techniken und Gestaltungsmöglichkeiten fügt sich zusammen zu einem umfangreichen Werkzeugkasten.
Ein Werkzeugkasten, der es jedem von uns ermöglicht, leichter zu leisten und gelassener zu leben. Und damit zu einem Happy Performer zu werden.
Wie funktioniert HPR?
HPR führt Menschen, die sich dafür entscheiden, sicher, Schritt für Schritt, an die Möglichkeiten heran, gelassener und leichter zu leisten und ein heitereres und glücklicheres Leben zu führen.
Die Bedeutung von HPR für Manager, Führungskräfte und Unternehmen
Bedeutung für Unternehmen
Gesundheit und Leistungserbringung hängen eng zusammen. In den letzten zehn Jahren sind psychische Erkrankungen auf den vierten Platz als Ursache für Ausfalltage in Unternehmen in der EU emporgestiegen.
Mitarbeiter dabei zu unterstützen, gesund und leistungsfähig zu bleiben, ist ein wichtiges Ziel für Unternehmen. Das HPR unterstützt Führungskräfte und Mitarbeiter darin, dieses Ziel ein noch besser zu erreichen. Gesundheit heißt dabei nicht nur Abwesenheit von diagnostizierter Krankheit, sondern geht darüber hinaus. Gesundheit meint das völlige körperliche, soziale und mentale Wohlbefinden.
Die Bedeutung für Manager und Führungskräfte
Unterschiedlichste Studien weisen eindeutig darauf hin, dass das Verhalten von Vorgesetzten (Umgang mit Mitarbeitern, Betriebsklima, Klarheit, Führungsstil) eine der wesentlichsten Ursachen von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz sind, ebenso wie das Verhältnis zu Kollegen.
Das häufige Auftauchen von besonderen Belastungssituationen, Dauerbelastungen und Spitzenbelastungen, kann das persönliche Wohlbefinden, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit deutlich verringern. Gerade psychische Erkrankungen, die als Mitursache Stress und Überlastung haben, haben eine schlechte Langzeitprognose.
Wie stark Belastungssituationen tatsächlich das Wohlbefinden und die Gesundheit beeinflussen, hängt in bedeutendem Ausmaß von den Führungskräften ab.
Welche Einflussmöglichkeiten haben Führungskräfte auf die Belastungen der Mitarbeiter?
- Führungskräfte haben eine Vorbildrolle für die Mitarbeiter. Die eigene Fähigkeit, mit unterschiedlichen Belastungen umzugehen, das eigene Problemlöse-, Kommunikations- und Kooperationsverhalten, aber auch das Gesundheits- und Sicherheitsverhalten überträgt sich in gewisser Weise auf die Umgebung.
- Führungskräfte haben Einfluss auf die Gestaltung von Arbeitsbedingungen, in unterschiedlich starkem Maße auf die ergonomische Gestaltung, deutlich in Bezug auf die Organisation von Arbeit (Zeit- und Leistungsdruck, Entscheidungs- und Handlungsspielraum, Beteiligung und Unterstützung von Mitarbeitern) und auf das soziale Miteinander im Arbeitsbereich (Förderung eines konstruktiven Umgangsstils, Eingreifen und Vermitteln bei Konflikten).
- Das Verhalten von
Führungskräften im Umgang mit Mitarbeitern beeinflusst
erheblich positiv wie negativ – deren Motivation und
Leistungsfähigkeit, deren Befinden und letztendlich deren Gesundheit (und damit den Umfang der Arbeitsunfähigkeit).
Erfahrungen aus der Praxis und Veröffentlichungen in der Fachliteratur verweisen auf einen engen Zusammenhang zwischen Führungsverhalten einerseits und der Höhe von Arbeitsunfähigkeit andererseits. - Steigende Anforderungen, insbesondere an Führungskräfte, und der von ihnen wahrgenommene, sich verstärkende Wettbewerbs-, Erfolgs-, Konkurrenz-, Verantwortungs- und Zeitdruck lassen Stress als Ausdruck erhöhter Anspannung immer häufiger in Erscheinung treten. Die Fähigkeit, mit Stressbelastungen umgehen zu können bzw. sie durch Veränderung Stress erzeugender Denkweisen im Vorfeld zu vermeiden, ermöglicht Führungskräften, ihre gesundheitlichen Ressourcen zu schonen und effektiver agieren zu können.
- Die gewonnene Souveränität und Gelassenheit schafft darüber hinaus die Voraussetzung für ein gesundheitsgerechtes, d.h. sach- und mitarbeiterorientiertes Führungsverhalten. Denn je stärker die Führungskraft selber unter Druck steht, d.h. je stärker sie verschiedene Anlässe (Anforderungen, Erwartungen, Aufgaben) als Bedrohung empfindet, desto weniger ist sie in der Lage, Druck von oben abzupuffern, zu filtern und so zu verarbeiten, dass sich die Mitarbeiter mit den realen Anforderungen optimal auseinander setzen können.
- Unterstützung bei der Stressbewältigung für die Mitarbeiter: Hinzu kommt, dass Führungskräfte, die um die Mechanismen der Stressentstehung, -verarbeitung und -vermeidung wissen, eher in der Lage sind, Stresssymptome bei ihren Mitarbeitern zu erkennen und rechtzeitig angemessen zu intervenieren.
Was HPR mit Leistung zu tun?
In unseren pluralistischen Gesellschaften ist Lebenserfolg und Lebensfreude (sowie Lebenszufriedenheit) häufig mit Leistungserbringung verschiedener Art in unterschiedlichen Lebensphasen verbunden. Immer wieder tauchen Leistungssituationen auf, in denen wir uns bewähren wollen und/oder müssen, etwas zum Gelingen bringen dürfen und/oder müssen und oft genug Wettbewerbssituationen vorfinden und/oder aufsuchen.
Sobald sich jemand entscheidet, seinen Beitrag und seine Leistung in eine Gesellschaft einzubringen, entsteht dabei Freude, Spaß, Stolz. Aber auch die Möglichkeit zu scheitern, zu verlieren und die Angst, Leistungen nicht ausreichend erbringen zu können. Es kann in verschiedenen Lebensphasen schwierig sein, sich Leistungssituationen zu stellen. Oder die Lebensfreude bei der Leistungserbringung nicht zu verlieren. Dabei tauchen Sinnfragen, das Thema Selbstmotivation, die Gefährdung der eigenen Gesundheit und die Frage der Lebenszufriedenheit und der Lebensfreude auf.
HPR bietet jedem Menschen Chancen und zeigt Optionen auf, in unterschiedlichen Lebensphasen und unterschiedlichen Leistungssituationen seinen Beitrag (Leistung) gelassener, passender, leichter und effizienter zu erbringen – und dabei seine Lebensfreude zu steigern.
Nur der optimale Leistungsbeitrag jedes Einzelnen, im Rahmen seiner Möglichkeiten, erlaubt es Gesellschaften und Organisationen, sich anzupassen und damit jedem einzelnen ‚Gesellschafter‘ vielfältige und passende Entwicklungsmöglichkeiten und Lebensentwürfe zu ermöglichen.
Führungskräfte befinden sich nicht selten auf einer Gradwanderung zwischen der Bereitschaft, ein Höchstmaß an Einsatz für den Erfolg ihrer Arbeit zu erbringen, und der Sicherstellung ihrer körperlichen Leistungsreserven.
Das Happy Performer Repertoire (HPR) versetzt sie in die Lage, körperliche und psychische Leistungsreserven systematisch aufzubauen. Das erworbene Wissen um ihre Einflussmöglichkeiten auf die eigene Gesundheit und ihr Wohlbefinden in den Alltag zu übertragen gehört damit zu den zentralen Elementen von HPR.
I. Quartal 2009
Help Others Develop,
Start With Yourself
Great leaders encourage leadership development by openly developing themselves
by Marshall Goldsmith
Listen to what General
Mills CEO Steve Sanger recently told 90 of his colleagues: "As you all
know, last year my team told me that I needed to do a better job of
coaching my direct reports. I just reviewed my 360-degree feedback. I
have been working on becoming a better coach for the past year or so.
I'm still not doing quite as well as I want, but I'm getting a lot
better. My coworkers have been helping me improve. Another thing that I
feel good about is the fact that my scores on 'effectively responds to
feedback' are so high this year."
While listening to Steve speak so openly to coworkers about his efforts
to develop himself as a leader, I realized how much the world has
changed. Twenty years ago, few CEOs received feedback from their
colleagues. Even fewer candidly discussed that feedback and their
personal developmental plans. Today, many of the world's most respected
chief executives are setting a positive example by opening up, striving
continually to develop themselves as leaders. In fact, organizations
that do the best job of cranking out leaders tend to have CEOs like
Steve Sanger who are directly and actively involved in leadership
development. That has certainly been my experience. This has also been
confirmed by a recently completed research project led by Marc Effron
at Hewitt Associates, one of the largest HR consulting firms. Hewitt
and Chief Executive magazine put General Mills on their latest list of
the top-20 companies for leaders, among such familiar names as IBM and
General Electric.
Hewitt found that these organizations tend to more actively manage
their talent. They put lots of focus on identifying high-potential
people, better differentiate compensation, serve up the right kinds of
development opportunities, and closely watch turnover. But crucial to
all these efforts were CEO support and involvement.
No question, one of the best ways top executives can get their leaders
to improve is to work on improving themselves. Leading by example can
mean a lot more than leading by public-relations hype.
Michael Dell, whose company made the Hewitt list, is a perfect example.
As one of the most successful leaders in business history, he could
easily have an attitude that says, "I am Michael Dell and you aren't! I
don't really need to work on developing myself." Michael, however, has
the opposite approach. He has done an amazing job of sincerely
discussing his personal challenges with leaders across the company. He
is a living case study from whom everyone at Dell is learning. His
leadership example makes it hard for any leader to act arrogant or to
communicate that he or she has nothing to improve upon.
Johnson & Johnson, tied for first on the top-20 list, has
successfully involved its executives in leadership development. Its
CEOs, formerly Ralph Larsen and now Bill Weldon, and top executive team
regularly participate in a variety of leadership-building activities.
Having a dialogue with the CEO about his business challenges and
developmental needs makes it a lot easier for employees to discuss
their own business challenges and developmental needs.
Executive candor can even help turn around a troubled company. Consider
Northrop Grumman, the aerospace defense contractor. CEO Kent Kresa
inherited a company that had a poor reputation for integrity, a
battered stock price, and an unfortunate reputation as one of the
least-admired companies in its industry. His leadership team reversed
the company's poor image and engineered an amazing turnaround -
ultimately becoming the Forbes' most-admired company. From the
beginning of the process, Kent led by example. He communicated clear
expectations for ethics, values, and behavior. He made sure that he was
evaluated by the same standards that he set for everyone else. He
consistently reached out to coworkers. He didn't just work to develop
his leaders--he created an environment in which the company's leaders
were working to develop him.
Unfortunately, in the same way that CEO support and involvement can
help companies nurture leaders, CEO arrogance can have the opposite
effect. When the boss acts like a little god and tells everyone else
they need to improve, that behavior can be copied at every level of
management. Every level then points out how the level below it needs to
change. The end result: No one gets much better.
The principle of leadership development by personal example doesn't
apply just to CEOs. It applies to all levels of management. All good
leaders want their people to grow and develop on the job. Who knows? If
we work hard to improve ourselves, we might even encourage the people
around us to do the same thing.
Thanks to Marshall Goldsmith
IV. Quartal 2008
Theory U - Presencing – von der Zukunft her führenC. Otto Scharmer, Massachusetts Institute of Technology; August 2005
Ein interessanter Ansatz um Innovation und Veränderungen in sozialen Systemen voran zu bringen
Manchem dürfte die Geschichte von Archimedes bekannt sein. Er sollte herausfinden, ob die Krone des Königs aus echtem Gold oder nur aus einer Goldlegierung bestand. Die Lösung fand er, als er in die Badewanne stieg und diese dabei überlief.
Auch Albert Einstein pflegte stundenlang in der Badewanne zu sitzen.
Als ihn einmal ein bekannter indischer Gelehrter besuchte, empfing ihn
Einsteins Frau an der Tür mit den Worten: „Sie
werden warten müssen, denn er liegt in der Badewanne, und niemand
weiß, wann er wieder herauskommt.“
Nach einer Stunde lag Einstein noch immer in der Badewanne. Was macht er denn so lange? „Er spielt mit Seifenblasen.“ Wieso denn das? „Weil
ihm immer die besten Einfälle kommen, wenn er mit Seifenblasen
spielt. Dann kommt er auf die Lösung von Problemen, über die
er wieder und wieder vergeblich nachgedacht hat.“ Warum in der Badewanne? In der Badewanne ist man entspannt.
Ausgehend aus diesen Erfahrungen hat sich Claus Otto Scharmer vom
M.I.T. in Boston praktisch und wissenschaftlich mit der Entstehung von
„Neuem“ auseinander gesetzt und stellt folgendes fest:
„Die heutigen Herausforderungen für
Verantwortungsträger benötigen ein Lernen, das nicht auf der
Reflexion der Vergangenheit basiert, sondern auf dem Erfühlen,
Erspüren und dem In-die-Gegenwart-bringen von zukünftiger
Möglichkeit.“
Im Rahmen von intensiven Forschungen wurde am M.I.T. in Boston in den
letzten Jahren die Theory U entwickelt - und damit ein methodisches
Vorgehen skizziert, welches helfen soll, innovatives Gestalten in
sozialen Systemen hervorzubringen.
Ein
zentraler Punkt in diesem Vorgehen ist der Begriff Presencing. Diese
Wortschöpfung setzt sich zusammen aus den beiden Worten: Presence
= Gegenwart, Anwesenheit, Gegenwärtigkeit und Sensing =
fühlen, (er)spüren. Also die Fähigkeit, aus der Zukunft
zu handeln, d.h. das gegenwärtige Tun aus der Zukunft organisieren
zu lassen.
Die Presencing-Methode ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
- Es entstehen Räume für neue Gedanken. Grenzen des
Denkens werden durchlässig.
- Aktuelle Probleme werden in Teams bearbeitet. Diese
lernen, wie sie Innovationen entwickeln und umsetzen
können. Und sie steigern ihre Problemlösungs-,
Wahrnehmungs- und Dialogfähigkeit.
- Unterschiedliche Perspektiven und Denkhaltungen werden
eingenommen. Dadurch wird die Fähigkeit trainiert "über
den Tellerrand zu schauen".
- Bei der Mitarbeit an einem Presencing-Projekt erweitern
die einzelnen Mitarbeiter über die gemachten Erfahrungen
ihre personalen Kompetenzen.
- Es erfolgt eine schnelle Umsetzung von Ideen in erste
Prototypen, die in Produkte und Dienstleistungen
einfließen.
Die Presencing-Methode erfordert eine neue Herangehensweise an
Problemstellungen. Diese Herangehensweise untergliedert sich in drei
Phasen:
Phase 1:
Überschreitung der Grenze der eigenen Wahrnehmung – erkennen der eigenen blinden Flecken.
Phase 2:
Überschreitung
der Grenze der bisherigen Verhaltensmuster durch intelligentes
Verbindung der Wahrnehmungen und Erkundungen aus Phase 1. Mit
Intuition, Gestaltungswillen und anderen Denkmustern werden Ideen /
Ansätze kreiert und Szenarien zur Lösung der Frage entwickelt.
Phase 3:
Überschreitung
der Grenze des "klassischen" Umsetzungshandelns. Neue Lösungen
werden schnell in Prototypen umgesetzt (innerhalb weniger Monate).
Feedbacks mit den Beteiligten werden für systematische
Verbesserungsprozesse genutzt.
Einige Erfahrungen sprechen dafür, dass mit der Presencing-Methode
neue Ideen schneller und effizienter in neue Produkte und
Dienstleistungen umgesetzt werden können.
III. Quartal 2008
Einstellungsänderung bei Fusionen
Schott, U. & Jöns, I. (2004).
Studie unterstreicht Wichtigkeit von sorgfältigen Informationsprozessen bei Fusionen für die Motivation und Leistung von Mitarbeitern und Führungskräften
Anhand einer Studie mit 3 beteiligten Unternehmen aus dem Energieversorgungsbereich (Strom, Gas, Wasser, erneuerbare Energien etc.) wurden u.a. die Effekte von Fusionen auf die Motivation und Einstellung der Mitarbeiter erfasst.
Die vorliegende
Untersuchung trägt zum Verständnis
der negativen Auswirkungen von Fusionen
auf die Mitarbeiter und Führungskräfte bei.
Die gefundenen Ergebnisse unterstreichen
, dass Fusionen negative
Konsequenzen für die Mitarbeiter
und Führungskräfte mit sich bringen
können:
- Die Einstellung gegenüber dem eigenen Unternehmen
verschlechtert sich. Das bedeutet beispielsweise, dass
sich die Mitarbeiter nach einer Fusion in ihrem
Unternehmen weniger wohl fühlen und ein Vertrauens-
und Commitmentverlust zu verzeichnen ist.
- Die Mitarbeiter haben den Eindruck, dass sich das
Unternehmen in den unruhigen Zeiten der Fusion weniger
um sie kümmert als vor der Fusion.
- Im Zuge dieser Einstellungsänderung lässt auch das
Engagement der Mitarbeiter nach.
Von den gefundenen Ergebnissen
ist eines besonders hervorzuheben:
Die Information in Fusionsprozessen hat einen bedeutsamen Einfluss auf das Engagement der Mitarbeiter und Führungskräfte.
Vor diesem Hintergrund
sollte es ein wichtiges Anliegen fusionierender Unternehmen sein, rechtzeitig
ein angemessenes Informations- und
Kommunikationskonzept zu entwickeln.
Vermeidung von negativen Effekten:
Der Effekt der negativen Einstellungsänderung
im Zuge von Fusionen kann
abgeschwächt werden, indem in persönlichen
Gesprächen kompetent, glaubwürdig
und verständlich auf Fragen der Mitarbeiter
zu den Zielen der Fusion, den
anstehenden Veränderungen und den
Zuständigkeiten eingegangen wird.
Wenn
ein Unternehmen keine angemessene
Informationspolitik betreibt, muss es mit
einem Rückgang des Engagements der
Mitarbeiter rechnen, was letztlich zu Produktivitätsverlusten führt.
Ein Unternehmen sollte sich
jedoch bei der Erstellung eines Informations-
und Kommunikationskonzeptes
dessen bewusst sein, dass eine vollständige
Information der Mitarbeiter und Führungskräfte nie erreicht werden kann.
Damit können selbst durch perfekte
Kommunikationsmaßnahmen nicht alle
Probleme gelöst werden; ein gewisses
Maß an Unzufriedenheit und Unsicherheit
seitens der Mitarbeiter wird sich nicht
vollkommen vermeiden lassen.
